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	<title>Auto und Mobil &#187; Mikroorganismen</title>
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		<title>Biosprit durch Sonnenlicht</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 16:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Biosprit durch Mikroorganismen und Sonnenlicht - zu sch&#246;n, um wahr zu sein? Ein Unternehmen in den USA behauptet, schon bald mit der Massenproduktion beginnen zu k&#246;nnen.
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<h2>Neuartiges Verfahren k&#246;nnte fossile Brennstoffe ersetzen</h2>
<p>Das in Cambridge, Massachusetts, ans&#228;ssige Unternehmen <strong>Joule</strong> Biotechnologies hat ein vielversprechendes Verfahren zur Herstellung von <strong>Biosprit</strong> vorgestellt und behauptet, dass mit diesem Verfahren pro Acre (entspricht etwa 4.046 Quadratmetern) ein j&#228;hrlicher Ertrag von 20.000 Gallonen (ca. 75.700 Liter) an <strong>Biotreibstoff</strong> erzeugt werden kann. Sollte sich diese Menge als realistisch erweisen &#8211; bislang wurden nur Versuche im Labor durchgef&#252;hrt &#8211; k&#246;nnte dies weitreichende Folgen haben. Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erd&#246;l k&#246;nnten von Biokraftstoffen abgel&#246;st werden und so zum neuen Standard im Transportwesen werden.</p>
<p><img style="float:left;margin-right:10px" class="alignleft" title="Biotreibstoff durch Mikroorganismen" src="http://farm3.static.flickr.com/2670/3766300406_000ee54470_o.jpg" alt="" width="300" height="230" />Das Verfahren im Detail: Zun&#228;chst werden genetisch ver&#228;nderte <strong>Mikroorganismen</strong> in speziell daf&#252;r angefertigten Photobioreaktoren angepflanzt. Danach werden sie mit Kohlenstoffdioxid und Wasser &#8220;gef&#252;ttert&#8221;. Die Organismen wandeln diese Stoffe, unter ausschlie&#223;licher Verwendung von Sonnenenergie, mittels Photosynthese dann direkt und fortlaufend in <strong>Treibstoff </strong>um. Der fertige <strong>Biotreibstoff</strong> wird von den Organismen ausgeschieden und kann mithilfe herk&#246;mmlicher chemischer Separationsverfahren abgesch&#246;pft werden &#8211; anders als etwa bei Algen, bei denen das gewonnene &#214;l noch zus&#228;tzlich raffiniert werden muss, um zu <strong>Biotreibstoff</strong> zu werden. <strong>Joule</strong> erwartet durch diese Innovation bahnbrechende Konsequenzen. &#8220;Wir sind das erste Unter-nehmen, das eine wirkliche L&#246;sung zur Frage der Energieunabh&#228;ngigkeit anbieten kann &#8211; und das relativ bald&#8221;, sagt Bill Sims, CEO und Pr&#228;sident von <strong>Joule</strong> Biotechnologies.</p>
<p><strong>Joule</strong> plant f&#252;r n&#228;chstes Jahr den Bau einer Pilotanlage in den USA und hofft, bis Ende 2010 mit der kommerziellen Produktion von Bioethanol beginnen zu k&#246;nnen. Die Produktion von Kohlenwasserstoff-basierten <strong>Treibstoff</strong>en soll schlie&#223;lich 2011 in gro&#223;em Umfang beginnen. Bis jetzt wurden weniger als 50 Mio. Dollar in die neue Technologie investiert, so Sims. Die Suche nach weiteren Investoren sei aber bereits angelaufen.</p>
<p>Bisher wurden <strong>Biokraftstoff</strong>e vorwiegend aus Getreide hergestellt. F&#252;r die Erzeugung sind jedoch erhebliche Mengen an Ackerland, Wasser und Energie n&#246;tig, was als Hauptgrund angesehen wird, dass sich die alternativen Kraftstoffe bislang nicht durchsetzen konnten. H&#228;lt das neue Verfahren von Joule jedoch was es verspricht, k&#246;nnte die gesamte Kraftstoffnachfrage der USA &#8211; t&#228;glich werden laut American Institute of Petroleum (API) etwa 19 Mio. Barrel allein an Erd&#246;lerzeugnissen ausgeliefert &#8211; mit einer Produktionsfl&#228;che, die lediglich in etwa die Gr&#246;&#223;e von Bayern hat, abgedeckt werden.</p>
<p>Ob <strong>Joule</strong> tats&#228;chlich den Durchbruch schafft und irgendwann wirtschaftlich produzieren kann, betrachten Experten mit Skepsis. Mittlerweile gibt es einige Biotechnologie-Firmen, die treibstoffproduzierende Organismen z&#252;chten, so etwa Synthetic Genomics oder Algenol. Anderen Unternehmen, die &#228;hnliche Verfahren initiiert hatten, wie etwa Green Fuel, wurden wiederum die hohen Kosten der Bioreaktoren zum Verh&#228;ngnis. Eine weitere Herausforderung ist zudem, die fortlaufende <strong>Treibstoff</strong>produktion der Mikroorganismen auf einem stabilen Niveau zu halten. Das jedoch sei bei <strong>Joule</strong> bereits entsprechend gel&#246;st, so ein Firmensprecher.</p>
<p><em>Quelle: pe</em><br />
<em>Foto: Eva Decker, Universit&#228;t Freiburg</em></p>

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