Einzigartige Technologie von Volvo

12. Oktober 2009 | Von | Kategorie: MOBILITÄTEN, VOLVO-News

Letzte Praxistests für das Volvo-Kollisions-Warnsystem

Zurzeit können Verkehrsteilnehmer in Kopenhagen ein ungewöhnliches Fahrzeug aus dem Hause Volvo entdecken: Den getarnten Prototyp des neuen Volvo S60, der als Serienfahrzeug im Jahr 2010 auf den Markt kommt.

Grund des Feldversuchs: Techniker von Volvo führen letzte Tests inder Praxis für das revolutionäre Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion durch. Das System erkennt Fußgänger, die auf die Fahrbahn laufen und so Kollisionen bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h verhindern, selbst wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.

Mehr als zehn Jahre haben die Volvo Sicherheitsexperten an dem neuen System gearbeitet und Versuche in der ganzen Welt durchgeführt.  Es wuden Faktoren wie gängiges Verkehrsverhalten, unterschiedliche Straßenverhältnisse und wechselnde Wetterbedingungen untersucht. Die Ergebnisse flossen dann in die Entwicklung des Systems ein. Insgesamt wurden über 500.000 Kilometer zurückgelegt und ausgewertet. Außerdem werden die Informationen aus den realen Verkehrstests auch für moderne Computer-Simulationen genutzt.

Schutz für ungeschützte Verkehrsteilnehmr
Die neuen Funktionen stellen den nächsten Schritt in der kontinuierlichen Volvo Sicherheits-Entwicklungsarbeit dar. Das System, das auf prävention ausgelegt ist, ermöglicht die frühzeitige Erkennung risikoreicher Situationen und hilft dem Fahrer bei der Vermeidung von Unfällen. In den bisherigen Entwicklungsstufen ging es darum, den Fahrer bei der Vermeidung von Kollisionen mit anderen Fahrzeugen zu unterstützen. Doch nun bedeutet die Weiterentwicklung des Systems einen riesigen Schritt nach vorne mit einer Funktion, die die Sicherheit auch für ungeschützte Verkehrsteilnehmer enorm verbessert. Darüber hinaus wird die automatische Bremskraft von 50 auf 100 Prozent gesteigert. Kein anderer Hersteller hat biher derartige Fortschritte in diesem Bereich gemacht. Diese Technologie ist ein wichtiger Schritt von Volvo´s Langzeitvision eines Fahrzeugs, das nicht mehr kollidiert. Die Vision für das Jahr 2020 bei Volvo heißt: Kein Insasse eines Volvo wird mehr getötet oder schwer verletzt.

Sichere Erkennung duch hochmoderne Technologie
Das neue Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsung und Fußgängerschutz besteht aus mehreren Komponenten. Dazu zählen ein so genanntes Dual-Mode-Radarsystem, das in den Frontgrill integriert ist, eine Kamera hinter dem Innenraum-Rückspiegel sowie eine zentrale Kontrolleinheit. Radar und Kamera überwachen kontinuierlich den Straßenbereich vor dem Fahrzeug. Aufgabe des Radarsystems ist es, Objekte zu erkennen und die Entfernung zu messen. Die Kamera erkennt zugleich den Typ des jeweiligen Objekts.

In einer Notsituation wird der Fahrer zunächst durch ein akustisches Signal und ein Blinklicht im Head-up-Display in der Frontscheibe gewarnt. Um eine schnelle und intuitive Reaktion zu unterstützen, ähnelt die optische Warnung einem Bremslicht. Sobald ein Zusammenstoß droht und der Fahrer nicht auf die Warnhinweise reagiert, wird die volle Bremskraft aktiviert und die Vollbremsung setzt ein.

Der Einsatz der vollen Bremskraft setzt voraus, dass das Objekt sowohl vom Radarsystem als auch von der Kamera erkannt wird. Möglich wird die automatische Vollbremsung durch die hochmoderne Sensor-Technologie. Volvo zählt zu den ersten Herstellern weltweit, die diese Funktion zum Schutz von Fußgängern anwendet.

Fußgänger-Unfälle in Städten
Der Anteil der Fußgänger unter den Verkehrstoten variiert innerhalb der EU je nach Land zwischen 10 und 25 Prozent. In den europäischen Hauptstädten wurden 2007 insgesamt 1.560 Personen bei Verkehrsunfällen getötet, 43 Prozent davon waren Fußgänger. Die Schwere eines Unfalls ist wesentlich abhängig von der Geschwindigkeit eines Autos. Das Risiko eines Fußgängers, bei einem Unfall mit einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h getötet zu werden, liegt um 85 Prozent höher als bei einem Tempo von 25 km/h.

Das Volvo-System ist so programmiert, dass es auf Fahrzeuge reagiert, die sich in Fahrtrichtung bewegen oder still stehen. Dank des hochmodernen Radarsystems, das über einen deutlich erweiterten Beobachtungsbereich verfügt, können Fußgänger frühzeitig erkannt werden, die gerade die Straße betreten. Die Kamera verfügt gegenüber den Vorgängermodellen über eine deutlich höhere Auflösung und ermöglicht so, Bewegungsmuster von Fußgängern zu erkennen.

Die neue Sicherheitstechnologie hilft dem Fahrer, Kollisionen mit Fußgängern bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h vollständig zu vermeiden. Bei einem höheren Tempo soll die Aufprallgeschwindigkeit so weit wie möglich  reduziert werden. In den meisten Fällen werden die Kollisionskräfte um 75 Prozent verringert.

Angesichts der großen Zahl an Todesopfern bei Fußgängern wäre es bereits ein großer Fortschritt, wenn das Todesfallrisiko um 20 Prozent reduziert werden könnte. Bei Einsatz des Systems kann in bestimmten Situationen die Zahl der Todesopfer sogar um bis zu 85 Prozent gesenkt werden.

Quelle & Fotos: Volvo

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