Porsche-Werk Leipzig

3. Juni 2009 | Von | Kategorie: MOBILITÄTEN, PORSCHE-News

Neuartiges Produktions- und Logistikzentrum

Porsche-Werk Leipzig

Porsche-Werk Leipzig

Im April 2009 ist im Werk Leipzig der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG die Serienproduktion der vierten Baureihe Panamera angelaufen. In der derzeit modernsten Automobilfabrik der Welt montiert der Hersteller sportlicher Premiumfahrzeuge mit neuesten Fertigungs-methoden den viertürigen Gran Turismo gemeinsam mit dem Geländewagen Cayenne auf einer Linie. Gleichzeitig ist es Porsche mit einem in der Branche neuen Logistik-konzept gelungen, auf teure Lagerflächen praktisch vollständig zu verzichten. „Mir ist weltweit keine andere Fabrik bekannt, in der die Prinzipien einer schlanken Produktion so konsequent umgesetzt werden wie in Leipzig“, sagte Michael Macht, Vorstand für Produktion und Logistik bei Porsche, heute vor Journalisten im Werk Leipzig.

Um die Fertigung so effizient wie möglich zu gestalten, waren auf dem 300 Hektar großen Werksgelände in Leipzig umfangreiche Baumaßnahmen nötig. Rund 150 Millionen Euro investierte Porsche in eine neue 25.000 Quadratmeter große Montagehalle, ein Logistik-Zentrum, ein Pilot- und Analyse-Zentrum sowie eine Lehrwerkstatt. „Leipzig und der dort produzierte sportliche Geländewagen Cayenne sind eine absolute Erfolgsstory. Wir haben in unserem Werk eine hervorragende Truppe, die bestens motiviert ist und eine exzellente Qualität abliefert. Die Voraussetzung für die Produktion des Panamera in Leipzig könnte also nicht besser sein“, sagte Siegfried Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH.

Für die PanameraProduktion wurde nun ein neues Logistikkonzept entwickelt, das für einschneidende Verbesserungen sorgt. Ein exakter Zeit- und Ablaufplan, in den sämtliche Zulieferer eingebunden sind, erlaubt es, Teile in hoher Frequenz und nur eine Stunde vor der Weiterverarbeitung am Band anzuliefern. Dadurch werden teure Lagerflächen praktisch überflüssig – das ist in dieser Ausprägung einmalig in der internationalen Automobilindustrie. Da es sich bei den Zulieferern zum Großteil um Unternehmen aus Deutschland handelt, beträgt der deutsche Anteil an der Wertschöpfung des Panamera gut 70 Prozent. Macht: „Ganz im Sinne des Unter-nehmens steht auch der Panamera damit für das Gütesiegel ,Made in Germany’.“

Eine „logistische Meisterleistung“ ist für Michael Macht zudem die Produktion der beiden Fahrzeugtypen Cayenne und Panamerageneric eriacta

trong> auf einem Band. Fast alle Motoren beider Modelle werden aus dem Porsche-Werk in Zuffenhausen nach Leipzig per Lkw geliefert. Die teilausgestatteten Cayenne-Karossen kommen per Bahn aus Bratislava, die Panamera-Rohkarossen auf der Schiene aus dem Volkswagen-Werk in Hannover. In Leipzig wird auf einer singulären Linie zuerst das Interieur des Panamera montiert. Haben beide Karossen den gleichen Fertigungsgrad erreicht, laufen sie auf einer Linie bis zur Fertigstellung. Und dies trotz unzähliger Individualisierungsmöglichkeiten beider Typen.

Schon beim Bau des Werks in Leipzig, das im August 2002 in Betrieb genommen wurde, investierte Porsche 127 Millionen Euro und setzte konsequent die Richtlinien einer schlanken Fabrik um. Dabei halfen besonders die Erfahrungen aus Zuffenhausen. Bereits Anfang der 1990er Jahre hatte Porsche zur Rettung des Unternehmens die Produktion im Stammwerk nach japanischem Vorbild umstrukturiert und kam damit in die Erfolgsspur zurück. Um die hohen Anforderungen und Erwartungen der Kunden zu erfüllen, setzt Porsche in Leipzig bis heute hauptsächlich auf Fachkräfte aus der Region. Aktuell zählt die Porsche Leipzig GmbH rund 600 Mitarbeiter. Im Leipziger Werk wurde von 2003 bis 2006 auch der Supersportwagen Carrera GT in einer limitierten Auflage von 1.270 Exemplaren von Hand gefertigt. Und Anfang des Jahres rollte bereits der 250.000ste sportliche Geländewagen vom Band. Mit dem V6-Diesel wird der Cayenne mittlerweile in sieben Modell-Varianten angeboten. Daneben glänzt das Werk mit einem hochmodernen Kundenzentrum, einer Einfahr- und Prüfstrecke sowie einem sechs Kilometer langen Offroad-Kurs. Im werkseigenen Biotop genießen 70 Auerochsen und eine Herde Wildpferde als „Landschaftspfleger“ ein ruhiges Dasein.

Auch in der Stadt Leipzig setzt Porsche Zeichen. Besondere Beachtung fand vor fünf Jahren das Engagement für die Nikolaikirche. Mit einer Spende von 1,8 Millionen Euro ermöglichte das Unternehmen die vollständige Restaurierung der berühmten Ladegast-Orgel. 20 Jahre nach dem Mauerfall und zehn Jahre nach der Standortentscheidung für Leipzig als Cayenne-Produktionsstandort wollen Porsche und die Stadt mit dem Panamera ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte aufschlagen. Michael Macht: „Wir haben die Entscheidung für Leipzig noch nie bereut. Der Erfolg des Cayenne gibt uns Recht. Deshalb war es für uns keine Frage, auch den Panamera in Leipzig zu fertigen.“

Mit dem Panamera will Porsche neue Käuferschichten aus der Oberklasse gewinnen. Das Fahrzeug zeichnet sich durch hohen Komfort, ein außergewöhnliches Raumangebot und extrem sportliche Fahreigenschaften bei gleichzeitig geringem Verbrauch aus. Im Luxus-Segment definiert der Panamera eine neue Klasse. Der Gran Turismo geht zur Markteinführung am 12. September in Deutschland zunächst in drei Varianten an den Start, die mit einem 400 PS starken V8-Saugmotor bzw. mit einem V8-Biturbo-Aggregat mit 500 PS ausgestattet sind. Porsche plant, über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Durchschnitt jährlich rund 20.000 Einheiten des Panamera abzusetzen.

Quelle & Fotos: Porsche AG

zp8497586rq
Schlagworte: , , , , , ,

Kommentare sind geschlossen